Musik - das ist Freude, Leid, Wunde und Heil zugleich. Auf diesen Seiten möchte ich Ihnen meine Musik näherbringen.

Ohne mich bereits auf einen Stil festzulegen spiele ich all dass, was mich fesselt und fasziniert. Die Rhythmen und Harmonien Keltischer Musik sind in meinen Augen genauso feurig wie die Compas des Flamenco in allen Fassetten. In meinen Balladen liegen meine Gedanken. Durch sie versuche ich meine Gefühle in musikalische Worte zu fassen. Hören Sie selbst...

 

Begonnen habe ich mit klassischem Gitarrenunterricht. Die Vorliebe meines Lehrers für spanische Musik, die auch meinem Vater immer sehr gut gefallen hat, hat auch mein Empfinden für Flamenco und Klassik geprägt. Immer wieder fesselt sie mich von Neuem. Insbesondere die Rhythmen und Gesänge der Bulerias und Alegrias rufen regelmäßig Gänsehaut herbei. Im Zusammenspiel mit der Cajon, der spanischen "Kiste" (ein Perkussionsinstrument in Form einer Holzkiste mit Schlagzeug-ähnlichem Klang) und anderen Gitarristen entfesselt sich das Gefühl des Flamenco besonders - gerade an schönen Sommerabenden am See mit Freunden. Als musikalischer Tipp seien insbesondere Miguel Iven, Rafael Cortés, Vicente Amigo und Tomatito genannt. Wer's auch moderner mag, dürfte mit Ojos de Brujo nette Sommerabende verleben.

 

Die keltische Musik hat ihren eigenen Reiz. Die Harmonik und eingängige Rhythmik der Jigs und Reels ergreift einen oder lässt bei düsteren Melodien Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Open Tunings bieten neue Möglichkeiten des Spiels und ausgiebige Sessions laden ein zum Mitmachen. Besonders prägend im Bereich Celtic-Fingerstyle waren für mich Ian Melrose, Franco Morone und Tony McManus. Jeder für sich hat einen eigenen Stil und vor allem Ton.

Es muss aber nicht umbedingt keltisch sein - Fingerstylye - das ist einerseits die Spieltechnik, eben wie der Name sagt, mit den Fingern der rechten Hand, mit oder ohne Daumen- und oder Fingerpicks, andererseits aber auch ein Spielgefühl und Stilrichtung zugleich. Das polyphone gestalten von Bassläufen und Begleitstimmen hat mir insbesondere Ulli Bögershausen vermittelt. In manchen meiner Stücke steckt auch seine Handschrift mit drin. Besonders fasziniert hat mich auch die Musik Peter Fingers, der es vor dem Hintergrund der "klassischen" Musik komplexe Kompositionsstrukturen in seinen Stücken realisiert die spannend entdeckt werden möchten. Wenn es um Rhythmus geht, muss man zwangsläufig an Don Ross alias "Mr. Groove" denken - den Canadier mit einem einmaligen Groovegefühl und sattem Sound. Aber auch Musiker wie Claus Boesser-Ferrari, der einen sehr angenehmen anderen musikalischen Weg geht und frische in die Gitarrenmusik bringt sollte man gehört haben wie Jacques Stotzem, Laurence Juber und Tommy Emmanuel.

 

Ein ganz anderer musikalischer Kontinent eröffnet sich im Spiel des Didgeridoo. Wie durch Zufall hatte ich das Glück von Alan Dargin zu lernen, einem Weltklasse Didegridoo-Spieler der jedem ans Herz gelegt sei. In der Rhythmik aber noch viel mehr im Sound des Didgeridoo gefeselt findet man Entspannung und Erfüllung. Auch hier macht es besonders Spaß mit anderen zusammen zu spielen, auch gerne bei Sessions mit Irischer Musik, denn der konstante Ton des Yidaki (Didgeridoo) ist dem Bordun einer Sackpfeife nicht unähnlich.
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© Kai Tossing 2007